zu alt, und doch zu frisch
zum Thema Liebe und Tod
Autor: FeinGeist
Meine Gedanken sind weit weg, außer Kontrolle, im freien Fall sozusagen.
Plötzlich stehst du vor meinem geistigen Auge.
Jahre sind vergangen, doch es macht mir immer noch Angst vor dir zu stehen, so weit weg, und im nächsten Moment so unvermittelt nah.
Doch es fehlt alles an dir, alles was dich je ausmachte, und meine Angst dich zu sehen steht mir ins Gesicht geschrieben.
Soll ich weinen, oder lachen?
Was sage ich, oder schweige ich besser nur, begierig auf deine Wahrheiten hoffend?
Tanzen und hoch erfreut zu sein, das hättest du von mir erwarten können, jedoch...
es ist zu alt, und doch immer noch zu frisch - wider erwarten.
Mich erwartet doch nur dir erneut ein schmerzliches 'auf Wiedersehen' zu sagen, und das steigert meine Angst nur noch mehr.
Du lebst nicht!
Nicht hier, nicht einmal auf dieser Welt, erstrecht nicht in dieser Zeit, sondern nur in meiner Erinnerung. Ich kann nicht Lügen – denn was erwartet mich noch von dir?
Nur diese ungewisse Angst...
und die Hoffnungslosigkeit deines verlorenen Lebens.